2.Teil Pyrenäen Tour

Der nächste "Tour de France Berg" war der Col de Tourmalet. Das ist der Königsberg der Tour in den Pyrenäen. Mein altes Garmin GPS V hat mich verlässlich über die gesamte Tour geführt.

 

Kurz vor der Passhöhe am Tourmalet. Kaffepause bei herrlichem Wetter.

 

Seibahn am Tourmalet

 

Kurz vor der Passhöhe. Wenn man die Bilder aus dem Fernsehen kennt wie viele Leute hier die Radfahrer anfeuern sieht es hier schon sehr einsam aus. Links und rechts sind dann meistens Absperrgitter, und der Radfahrer hat nur einen schmalen Weg um nach oben zu kommen.

 

Wir haben es geschafft! Wir sind auf dem Königsberg! Mit dem Moped ist das aber recht einfach.

 

Die Passhöhe

 

Blick ins Tal. Etwas weiter unten war eine Tankstelle, da kostete der Sprit 1,68.- Euro. Zum Glück mußten wir aber noch nicht tanken.

 

Einen kleinen Abstecher machten wir nach Gavarnie. Das ist ein Tal das eigentlich eine Sackgasse ist. Auf unserer Karte habe ich aber einen Weg eingezeichnet gesehen, der über den Pass nach Spanien führen könnte. Das wollten wir ausprobieren.

 

Auffahrt zum  Pto. de Bujaruelo. Es hatte den Anschein, das diese Strasse passierbar wäre. Eigentlich hatten wir da schon mit Schotter gerechnet.

 

Hier war dann aber Schluss. Ein Einheimischer hat uns erzählt, das die Strasse komplett verschüttet ist. leider wieder Retour.

 

Danach machten wir erst einmal eine Jausenpause. Das war ein netter Platz auf den Weg zum Col de Soulor.

 

Auffahrt zum Col de Soulor. Auf kleinen Straßen findet man öfter solche Tunnel in den Pyrenäen.

 

Unser letzter Tour de France Berg war der Col d' Aubisque. Hier auf der Passhöhe auf 1709m Seehöhe stehen Riesengrosse Rennräder.

 

Blick vom Aubisque auf einen gegenüberliegenden Berg. Man beachte die Serpentinenstraße!

 

Mann, der Bock hat gestunken.

 

Herrlich diese Berge! Blick vom Col du Pourtalet. Dieser Pass führte uns wieder zurück nach Spanien.

 

Und schon wieder Schafe

 

Kaffeepause in Jaca. In diesem Kaffeehaus  fragte der Grizzly in gebrochenen spanisch einen Gast um die Toilette. Ich zitiere: Wo is do es Heisl? Kurz vor Jaca kreuzte die Vuelta Espana unseren Weg.

 

Alte Burg in Jaca.

 

Über den Col du Somport fuhren wir wider zurück nach Frankreich. Noch auf der spanischen Seite kamen wir an Canfranz Estacion vorbei. Leider war der Bahnhof zum restaurieren eingerüstet. Canfranc ist ein kleiner Ort am aragonesischen Zweig des Jakobswegs. Er liegt im Tal des Aragón südlich des Somportpasses in der Provinz Huesca.

Kurze Info über den Bahnhof:

In den zwanziger Jahren entstand das Projekt, Paris und Madrid mit einer neuen Expresslinie zu verbinden. Die Strecke sollte auf kürzestem Wege die Pyrenäen überqueren. Die Planer hatten damals den Tunnel völlig überdimensioniert gebaut. Sie rechneten mit tausenden Reisenden pro Tag. Größe und Gleiszahl entsprachen dem einer Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern. Auch der Frachtverkehr erreichte niemals die geplanten Dimensionen: Da es noch keine Container gab musste jede Kiste Fracht quasi von Hand umgeladen werden. Dies machte den Bahntransport teuer und langsam. Nach dem Krieg wurde die Linie zwar weiter benutzt, doch an einen internationalen Expressverkehr dachte niemand mehr. Als schließlich auf der französischen Seite bei L’Estanguet (Lescun-Cette-Eygun) eine Brücke einstürzte, war der internationale Zug für Canfranc abgefahren. Gerüchte, wonach die SNCF unmittelbar vor dem Einsturz ihre letzte Lokomotive aus Canfranc abgezogen hätte, halten sich hartnäckig.

 

Alte Waggons aus denen schon Bäume wachsen. Die stehen sicher schon 2-3 Jahre da. Sehr Imposant fand ich aber die alten Viadukte auf französischer Seite. Es sah so aus als ob der Zahn der Zeit diesen Viadukten nichts anhaben kann. Man hätte meinen können, die Bahnlinie exestiert noch. Eigentlich schade darum.

 

Auf dieser Straße sind wir von Frankreich zurück nach Spanien gekommen. Was mein Navi alles so findet. Weiter ging es über den P. de Enaice. Diese Pass war gesperrt, aber dieses mal konnten wir trotzdem weiter fahren. Wozu hat man den sonst eine GS?

 

 

Die Dächer von Izaba. Es war schon spät, und wir haben uns in dieser kleinen Stadt ein Hotel gesucht.

 

Und auch gefunden. Hier haben wir geschlafen. Sehr schönes und preisgünstiges kleines Hotel. Der Fisch hat ausgezeichnet geschmeckt!

 

Am nächsten Morgen wieder einmal aufpacken.

 

P. de Larran Pass wieder zurück nach Frankreich. Wir haben sehr oft zwischen den beiden Länder hin und her gewechselt.

 

Weiter ging es auf französischer Seite Richtung Westen auf kleinen Strassen und über Pässe ohne Namen.

 

Kein Verkehr, ja schon fast keine Zivilisation. Ausser Schafe, Ziegen, usw...

 

Und die Strassen wurden noch schmäler. Eigentlich hatten wir hier auf Schotter gehofft. Mein Navi zeigte auch eine unbefestigte Straße an. Aber leider war wieder nix mit Schotter. Hier kreuzt auch der Jakobsweg. Wir sahen einige Pilger dort. Leider begann es wieder einmal zu regnen.

 

Nach mehreren Stunden im Gebirge hat uns die Zivilisation wieder. Hier in Auritze haben wir getankt. Das war schon dringend nötig! Im Hintergrund sieht man die Berge, über die wir gekommen sind.

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