Nordkapp 2004
Im Frühjahr 2004, ich denke es war im März, beschloss ich mit meinem damaligen Motorrad (Suzuki Bandit 1200) eine Reise zum Nordkapp zu unternehmen. Ja, ich weiß es ist keine BMW, aber dieser tolle Reisebericht muss hier rein! Nach langem stöbern im Internet, und intensiven Kartenstudium, fixierte ich Termin und Reiseroute. Es sollte mit dem Autoreisezug von Wien nach Hamburg gehen, weiter über Dänemark nach Schweden, Finnland, und schließlich nach Norwegen bis zum Nordkapp. Zurück wollte ich durch Norwegen und anschließend nach Schweden, um von dort mit der Fähre nach Deutschland wieder überzusetzen. Von Hamburg ging es dann wieder mit dem Autoreisezug nach Wien. Ich hatte leider nur 15 Tage zeit, da ich mit meinem Urlaub schon knapp war.
Also startete ich am Samstag den 24.07.2004 von Köflach (in der Steiermark) zum Nordkapp. Es war eine tolle Tour, und eine einzigartige Erfahrung so eine große Tour alleine zu fahren. Eigentlich hatte ich gar nicht vor mich allein auf diese große Reise zu begeben, aber ich konnte niemanden überreden mit mir mit zu fahren. So ging es dann allein erstmal nach Wien zum Autoreisezug. Von dort aus ging es mit dem Nachtzug nach Hamburg. Das untere Bild zeigt meine Tour ab Hamburg.

Vollgepackt steht die Bandit bei mir im Hof

Eine Windmühle in Dänemark

Richtung Norden ging es recht zügig, da es fast den ganzen Weg von Köflach bis zum Nordkapp geregnet hatte. Darum habe ich Richtung Norden auch nicht so viel Fotografiert. Regenklamotten anziehen, Regenklamotten ausziehen. Und das 8 oder 9 mal am Tag.
See in Schweden. Hier hat kurz die Sonne gescheint.

Kurz darauf war es schon wieder vorbei mit der Sonne. Regenklamotten wieder anziehen!!

Hier befinde ich mich schon in Finnland am Nördlichen Polarkreis. Kurz darauf habe ich mein Zelt aufgeschlagen.

Man könnte meinen diese Straße hat kein Ende. Endlose Weiten in Finnland!! Achtung, viele Renntiere!!

Bereits in Norwegen, auf der Straße zum Nordkapp

Das Ende Europas!!

Ich war der Einzige der am Nordkapp mit einem Zelt campiert hat. Ich glaube der Schotterboden ist auch nicht gerade einladend zum Zelten. Es ging ein stürmischer Wind, und ich hatte große Schwierigkeiten mein Zelt aufzustellen. In der Nacht hatte es max. 3° Celsius. Es war sehr kalt. Und das am 28. Juli !! Bei diesem Foto war es ca. 22:00, und von der Sonne war nichts zu sehen.

Ich hatte aber Glück, denn kurz darauf war die Sonne da, und die Wolken hatten sich verzogen. Auf diesem Bild sieht man sehr gut wie kalt es war. Man könnte meinen es ist Dezember, und nicht Juli!! Das Bild zeigt den Touristencenter am Nordkapp.

Es ist der 29. Juli 0:20!! Die Fahrt und die Strapazen haben sich gelohnt. Die Mitternachtssonne wie aus dem Bilderbuch. Man muss schon Glück haben, denn es könnte auch stark bewölkt sein. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist viel größer. Danach hat die ganze Nacht die Sonne gescheint.

Weiter geht es wieder in Richtung Alta. Die Renntiere kennen hier keine Angst. Auch nicht vor großen Fahrzeugen.

Kleines Fischerdorf

Das Spiegelbild der Berge im See. Traumhaft!!

Narvik! Die bekannte Stadt. Einst Kriegsschauplatz, jetzt friedlich und malerisch schön.

Immer wieder muss man mit solchen kleinen Fähren fahren. Hier auf dem Weg zu den Lofoten.

Eine malerisch schöne Bucht auf den Lofoten

Sonnenuntergang auf den Lofoten. Die Sonne ist aber nur für ca. 15min. verschwunden. Dann ist sie an fast gleicher Stelle wieder aufgegangen.

Und noch eine malerisch schöne Bucht auf den Lofoten. Man kann sich gar nicht satt sehen an dieser Landschaft. Seit dem Nordkapp ist das Wetter tadellos!!

Es gibt sehr viele Brücken

Und wieder einmal Fähre fahren. Hier von den Lofoten nach Bodö. Dauer der Überfahrt: 3,5 Stunden.

Im Hafen von Bodö. Spätestens jetzt hätte die Bandit eine Wäsche nötig.

Von Bodö ging es weiter Richtung Trondheim auf der kleinen B17. Diese Strasse war sehr Kurvenreich, und ich musste sicher 6 bis 7 mal Fähre fahren. Dafür war kein Verkehr, und die Landschaft war wieder einzigartig!!

Die Trollstigen. Auf dem Weg zum berühmten Geiranger Fjord. Auch in Norwegen findet man fantastische Kurven.

Der Geiranger Fjord. Malerisch schön, touristisch überlaufen, und der Kaffee so teuer das ich gleich wieder weiterfuhr.

Hier bin ich dann wieder stehen geblieben, auf der anderen Seite des Geiranger Fjordes. Diese Straße bin ich kurz vorher hinunter gefahren, in die "touristische Zivilisation"

Jetzt hat mich die Zivilisation endgülrig wieder. LILLEHAMMER. Olympische Winterspiele 1994. Man erinnere sich an Olympiasieger Markus Wasmeier.

Hier war ich schon fast am Ende meiner Reise. Nach einer Nacht in Göteborg (super Stadt) traf ich mich noch mit einem Kollegen in Südschweden. Hier habe ich gewohnt.

Und da kam sie, die Peter Pan, meine Fähre nach Deutschland. Ich fuhr von Trelleborg nach Travemünde in der Nacht. Endlich einmal ausschlafen!!

Und das war es dann schon wieder. In Hamburg wieder auf den Autoreisezug. Das Motorrad gut verzurren, und ab in die Schlafkabine mit einer Flasche Rotwein.

Hier siehst du noch einmal meine Tour. Irgendwann fahre ich wieder einmal auf das Nordkapp. Dann nehme ich mir aber mindestens 3 Wochen Zeit. 15 Tage sind einfach zu wenig.
