Tour Canakkale Teil 3
Als wir Istanbul erreichten ging die Sonne bereits unter. Wir mussten in der Dämmerung und teilweise am Abend bis zu unserem Hotel fahren. Das war gar nicht so einfach in der 16 Millionen Einwohner Stadt. Der Verkehr ist extrem, es ist teilweise 6Spurig oder breiter. Verkehrsregeln zählen nicht viel. Dieses Hotel haben wir als einziges vorgebucht, da wir im Zentrum sein wollten. Die Lage war genial, denn es befindet sich im alten Stadtteil Sultan Ahmet. Gleich um die Ecke befand sich die Hagia Sophia die Blaue Moschee, der Gülhane Park, der große Bazar, und und und.... Ich habe lange im www gesucht um so ein passendes günstiges Hotel zu finden. Hier der Link.
Wie ihr hier sehen könnt war das wirklich ein tolles Hotel. Nicht viel Komfort, aber die Wirtin hat uns ein Ständchen gesungen. Sie singt ein rumänisches Volkslied. Sie ist rumänischer Abstammung. Nach der zweiten Flasche Rotwein haben wir für die Wirtin den steirischen Brauch gesungen. Das was wir hier erlebt haben, bekommt man in einem Hotel höherer Kategorie nicht. Ich würde wieder das gleiche Hotel auswählen. Uns ist es eigentlich egal wo wir schlafen, aber sauber soll es sein. Hier war es günstig, sauber die zentrale Lage war perfekt.
Auf diesem Parkplatz hinter dem Hotel stellten wir unsere Motorräder ab. Wir hatten ein sicheres Gefühl auf diesem Parkplatz und so war es auch. Unsere Motorräder hatten hier einen guten Standplatz.
Die Hagia Sophia. Wir haben uns das nicht angetan uns hier anzustellen um die Hagia Sophia zu besichtigen.
Im Hintergrund sieht man die blaue Moschee. In der waren wir allerdings drinnen. Die Schuhe muss man ausziehen, sonst wird man nicht hinein gelassen. Die Frauen sollten Kopfbedeckungen tragen und keine kurzen Röcke. Das wird allerdings nicht so genau genommen.
Am großen Hafen in Istanbul haben wir uns erst einmal ein Kebab genehmigt. Wir waren ja den ganzen Tag auf den Füßen, da muss man sich auch ordentlich stärken.
Am Hafen
Auch hier sieht man öfters Bäume aus den Häusern wachsen.
Der Gewürzbazar
Sehr feine Gewürze und Köstlichkeiten werden hier angeboten.
Das ist der Weg vom Hafen Richtung großen Bazar. Hier spielt es sich richtig ab. Um einen Eindruck zu bekommen wie es hier zugeht könnt ihr euch das nächste Video anschauen. Im Hintergrund hört man auch den Muezzin rufen. Der Muezzin ist ein Ausrufer, der die Muslime zum Gebet aufruft. Diese Ausrufer sind in der ganzen Stadt zu hören. Auf jeder großen Moschee befindet sich ein Muezzin. Man hört ihn über Lautsprecher. Manchesmal ist es mir vorgekommen, das sie sich gegenseitig übertrumpfen wollen wer der bessere ist.
Hier sieht man den Eingang zum großen Basar. Der Kapalı Çarşı, im Deutschen „Großer Basar“ oder „Großer gedeckter Basar“ genannt, ist ein Geschäftsviertel im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü im Stadtviertel Beyazıt. Der Große Basar erstreckt sich über 31 Hektar und beherbergt rund 4000 Geschäfte mit den verschiedensten Angeboten
So sieht es im inneren vom Großen Basar aus.
Na bitte! Die türkische Polizei fährt GS. Die sind mir sehr sympathisch.
Hier noch einmal die blaue Moschee am Abend.
Am nächsten Tag ging es dann frühmorgens weiter Richtung Asien um nicht in die rush hour zu kommen. Wir haben es dann geschafft so richtig im Verkehr zu stecken. Hier sieht man eine der zwei großen Posborusbrücken, welche Europa mit Asien verbindet. Wir sind hier noch auf der europäischen Seite, aber am anderen Ende der Brücke sieht man bereits Asien.
Endlich weg vom fürchterlichen Verkehr.
Einsame Straßen Richtung Canakkale.
Kurz vor unserem Tourziel ist die Sonne untergegangen. Der erste asiatische Sonnenuntergang musste unbedingt festgehalten werden.
Endlich in Canakkale angekommen!! Das musste mit einem Meter Bier gefeiert werden.
Nicht nur wir waren durstig. Auch meine GS verlangte zum ersten mal auf dieser Tour nach Öl.
Fotoshooting im Zentrum von Canakkale. Die Leute wunderten sich sehr wieso wir T Shirts mit der Aufschrift "Tour Canakkale" tragen.
Nach unserem Kurzbesuch in Asien setzten wir mit einer kleinen Fähre über die Dardanellen wieder nach Europa über. Es wäre schön gewesen noch ein paar Tage in Asien zu bleiben, aber leider lies das unser Zeitrahmen nicht zu.
Ich und im Hintergrund Canakkale. Es war geschafft. Jetzt beginnt die eigentliche Heimreise.
Hier die restliche Bande. An dieser Stelle muss ich sagen das wir ein sssuuuper Team sind. Es hat immer alles funktioniert und keiner hat sich beklagt. Es hat jeden Spaß gemacht.
So, wieder auf europäischen Boden. Jetzt ist endlich Zeit um der Dicken etwas Öl zu spendieren.
Endlich in Griechenland. Kurz vor diesem Foto haben wir die griechische Grenze passiert. Jetzt ist einmal eine Rauchpause fällig.
In einem kleinen griechischen Dorf haben wir diese idyllische Hafenkneipe gefunden.
Schön oder?
Hier sind wir ein kleines Stück auf der Autobahn gefahren um schneller durch Thessaloniki zu kommen. Im Hintergrund sieht man die Mautstation.
Südlich von Thessaloniki im kleinen Dorf Methoni haben wir unser Nachtlager bezogen.
Noch einmal das Gebäck verzurren und los geht es Richtung Igoumenitsa. Von dort werden wir mit der Fähre nach Venedig fahren. Aber vorher erwarten uns noch schöne griechische Bergstrassen.
Zum Ende unserer Tour werden wir noch einmal mit tollen Bergstrassen belohnt.
Kurze Rast und die gute Luft geniesen.
Der Werner bringt sein grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bei so vielen tollen Kurven. Dabei liegt der Katara Pass erst vor uns.
Griechische Berglandschaft über den Katara Pass.
Icy Road! Hihi, die Strassen waren teilweise wirklich sehr glatt! Aber eisig?
Das Ende unserer schönen Tour naht. Hier warten wir bereits auf die Fähre in Igoumenitsa.
Ernst und Andy. Die zwei Zimmerkollegen.
Bereits auf der Fähre. Zur gleichen Zeit hat noch so ein Ungetüm angelegt.
Ernst, Ralf (Lanzelot), Andy, Thomas (Grizzly) Werner
Bereits auf hoher See. Was dann geschah weis keiner mehr so genau. Jedenfalls war die Fähre 24 Stunden unterwegs, und wir waren etwas durstig. Was soll man sonst machen?
Eigentlich bin ich Nichtraucher. Der Ralf hatte seine Freude mit mir.
So, jetzt raucht der Werner auch noch. Jetzt beginnt der Alkohol zu wirken.
Und schon wieder eine Flasche leer. Der Werner sucht den Flaschengeist.
Der Ralf ist auch durstig und etwas später war er dann sehr müde.
Ich denke ich habe hier mein Motorrad noch einmal gestartet. Mit den restlichen Bilder dieser Überfahrt verschone ich euch.
Einfahrt in den Hafen von Venedig.
Unsere lieben Freunde Hanspeter, Gerhard, Reini und Klaus haben uns in Italien im Kanaltal abgeholt. Der Empfang war wirklich herzlich. Mit Puntigamer Bier und Österreich Fahnen haben sie uns empfangen. Danke noch einmal für diese Aktion!
Wenn du es bis hierher geschafft hast, dann warst du wirklich fleißig beim lesen. Ich hoffe wir konnten dir diese Länder etwas näher bringen. Natürlich wäre es besser gewesen die doppelte Zeit zur Verfügung zu haben, aber leider geht das nicht immer. Wir hatten sehr viel Spaß auf dieser Tour und ich möchte keine Minute davon missen. Wie im Vorwort schon erwähnt hat den größten Eindruck Rumänien bei uns hinterlassen. Diese tollen Strassen perfekt für die GS, kein Verkehr und Landschaft wie in Norwegen. Ich fahre sicher wieder nach Rumänien. Dann werden die Karpaten weiter erkundet. Bulgarien ist eigentlich zu flach um einem das Grinsen ins Gesicht zu bringen. Landschaftlich aber TOP. In der Türkei wäre es interessant gewesen noch weiter nach Süden zu fahren. Vielleicht werde ich das irgendwann einmal machen. Griechenland bietet viele schöne Strecken für uns Motorradfahrer. Interessant wäre da der Süden, am Peloponnes.
Fazit: Es war eine gelungene schöne Tour durch Ost und Südosteuropa, welche noch lange in unserer Erinnerung bleibt. Und eigentlich ist ja nach der Tour vor der Tour.
Liebe Grüße, Andy