
Tour Canakkale
Österreich-Ungarn-Rumänien-Bulgarien-Türkei-Griechenland-Italien-Österreich
Wir fünf fesche Hawara sind diese Tour gefahren. Unsere schönsten Bilder seht ihr hier!
Von links unten nach rechts oben:
Werner, Ernst, Andy, Ralf, Thomas
Liebe Tourenfreunde! Eigentlich hatten wir diese Tour gar nicht geplant. Wir wollten nach Italien fahren. Das Ziel war Marken, Umbrien, Abruzzen. Leider war ein paar Wochen vor unserem geplanten Urlaubstermin das schreckliche Erdbeben in der Region von L'Aquilla. Deshalb haben wir diese Tour nicht gemacht.
Unser neues Tourenziel war Canakkale. Canakkale liegt in der westlichen Türkei auf der asiatischen Seite. Bevor wir unser Ziel erreichten, ging es vorher quer durch Osteuropa. Es waren sehr interessante Länder dabei, für die wir eigentlich viel zu wenig Zeit hatten. Den größten Eindruck hat Rumänien hinterlassen. Straßen und Wege wie geschaffen für die GS, aber auch Land und Leute. Leider regiert in Rumänien auch die Armut. Manchmal ist es uns vorgekommen, als ob wir Außerirdische wären. Die Leute haben uns angeschaut, als ob sie noch nie einen Motorradfahrer gesehen haben. Eigentlich haben wir auch keinen Biker gesehen. Die Menschen waren aber sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Dieses Land hat es verdient irgendwann noch einmal bereist zu werden. Oder Bulgarien mit seinen wunderschönen Schwarzmeerstränden. Und natürlich auch die Türkei mit ihrem asiatischen Flair. Der Verkehr in Istanbul, die gigantische Bosporusbrücke, der große Bazar, und und und..... So, genug der langen Worte. Viel Spaß mit unseren Tourenbericht und den vielen Bildern. Erstmalig sind auch ein paar kleine Videos dabei.
In Heiligenkreuz an der Österreichisch / Ungarischen Grenze haben wir uns mit dem Ernst verabredet. Letzte Tourbesprechung und Vorfreude auf unser Vorhaben. Endlich geht es los!
Die erste kleine Pause in Ungarn kurz vor dem Plattensee. Dem "Navigator" wird noch sehr genau auf die Finger geschaut, ob er seine Sache auch gut macht.
Durch Ungarn war es sehr windig und etwas kalt. Hier der Blick bereits auf den Plattensee.
So, der erste Tag ist geschafft. Wir haben uns ein Bier verdient.
In diesem kleinen Hotel haben wir geschlafen. Es war gar nicht so leicht in der Pampa um Kecskemét ein Zimmer zu finden. Außerdem war es in der Zwischenzeit schon finster geworden. Und noch dazu mit einem bewachtem Parkplatz! Der Ralf macht seine tägliche Ölkontrolle.

Und dann das große Malheur!! Der Parkplatzwächter hat mich am nächsten Morgen in die linke Wade gebissen. Zu meinem Pech hatte ich den Motorradanzug noch nicht an. Es gab eine schöne große blutende Wunde. Aber die Motorräder waren sicher. Sogar wir konnten nicht mehr hin bis der Chef aus der Küche kam.
Diese hübsche Motorradbraut verstellte uns den Weg! Leider hatte sie das falsche Motorrad, weswegen wir am Kabel zogen, und vorbeibrausten.
Erster technischer Halt kurz vor der Rumänischen Grenze. Grizzly's GS bekam eine neue Abblendbirne.
Ungarischer Highway Richtung Rumänien.
Eine letzte Kaffepause in Ungarn
Blick in den Rückspiegel. Ja,ja von da sind wir gekommen.
Ungarische / Rumänische Grenze. Das ist der Grenzübergang Bors bei Oradea (Grosswardein)
Nach längerer Fahrt auf der stark befahrenen E60 zwischen Oradea und Huedin war eine kleine Pause fällig. Wir hatten schon einen großen Hunger. Unser Speck und die Hauswürstel sind vom feinsten!
Der Ralf hat immer wieder ein Händchen für ein gutes Foto!
Nach längerer Fahrt auf der stark befahrenen Hauptstraße ging es dann endlich ins Gebirge.
Der Werner musste noch seinen Luftdruck der schlechten Straße anpassen.
Im Hintergrund ist der Fantanelelor See zu sehen. Die Landschaft ist dort wunderschön. Man fährt über einsame Straßen, und man glaubt eigentlich nicht das man in Romania ist.
Eigentlich könnte man meinen das man in Norwegen ist.
Endlich eine Schotterstraße. Gut ausgebaut, mit reichlich Schlaglöchern, aber sehr einfach zu fahren. In dieser Gegend ist sehr viel Holz geschlägert worden. Die Arbeiter haben die Baumstämme händisch oder mit Pferden aus dem Wald geholt. Der LKW wurde dann ebenfalls händisch beladen. Da waren ca. 15 Leute am werken. Das kann man sich eigentlich nicht mehr vorstellen so zu arbeiten. Aber ich glaube das die Leute mit der Holzarbeit gar nicht so schlecht leben können.
Wunderschön. Die Landschaft hier ist zum größten Teil unberührt. Hier handelt es sich auch um den Nationalpark Muntii Apuseni
Die Straße kann schon einmal durch einen Bach führen.
Ralf und Grizzly schon etwas eingestaubt.
Ein kleines Bergdorf irgendwo zwischen Huedin und Albac. Am Straßenrand ein alter Dacia. In dieser Gegend fahren die Autos auch ab und zu ohne Nummertafel durch die Gegend.
Weit und breit niemand zu sehen. Herrlich!!
Kleine Lulu und Orientierungspause.
Hier hatten wir schon ca. 50km Schotter hinter uns.
Ralf und Thomas die zwei verlässlichen Schlusslichter.
Das Bergdorf Horea
Und das war unsere Unterkunft in Albac. Ein umgebauter Saustall. Die Zimmer waren aber sauber, und nicht teuer. Die freundliche Vermieterin nahm pro Person 20 Euro inkl. Abendessen, Bier, Schnaps und Frühstück. Das Essen war außerdem auch noch sehr gut.
Und unsere Mopeds hatten einen sicheren Platz im Hof neben dem Haus der Vermieterin.
Ein Ochsenfuhrwerk! Ich meine das Fuhrwerk im Hintergrund.
Die Bauern hatten an unseren Motorrädern den gleichen Gefallen, wie wir am Ochsenfuhrwerk.
Überall in Rumänien sieht man stillgelegte große Firmen. Das sind Überbleibsel aus dem Čaušesku Militärregime. Čaušesku setzte sehr viel auf Schwerindustrie. Jetzt vergammeln diese Firmen, und die Menschen dort sind alle arbeitslos. Man kann sich die Lebensumstände so mancher Rumänen nicht vorstellen. Manche Leute dort leben in Hütten, das kann man sich nicht vorstellen.
Alles was irgendwie brauchbar war wurde abmontiert, der Rest zerfällt.
Kleiner Tankstop.
In den größeren Städten ist das Leben wieder etwas westlicher. Die gleichen Autos wie bei uns. Nanu, wer läuft mir da ins Bild?
Eine Hochzeitslimousine. Der Unterschied zwischen arm und reich ist erschreckend. Der Rumäne fährt entweder Dacia oder BMW X5.
So, kleine Kaffepause in Sebes. Nein wir haben keinen Sonnenbrand. Die Markise hat uns etwas erröten lassen. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Petrosani auf der nächsten abenteuerlichen Straße.
Eine etwas in die Jahre gekommene Staumauer. Fotografieren verboten!
Weiter ging es Richtung Süden auf Rollsplitt.
Etwas später war es mit dem Rollsplitt auch vorbei.
Das ist wieder ein Bild das auch in Norwegen sein könnte,
Hier sind wir wieder über eine Staumauer gefahren. Der Sperrenwärter hat uns nicht aus den Augen gelassen. Wir könnten die Mauer ja sprengen! Es war der Lacul Oasa Stausee zwischen Sebes und Petrosani.